Promotorenkaskade

In dem nachfolgenden Schaubild „Promotorenkaskade“ werden die Promotorentypen in ihrer Zuordnung auf die jeweilige organisatorische Ebene dargestellt.

Abbildung 1: Promotorenkaskade

Promotoren als wesentliche Erfolgsfaktoren in Innovationsprozessen gehen auf die frühen Arbeiten von Wit­te zurück, der die Wichtigkeit der gleichzeitigen Einflussnahme von Machtpromotoren und Fachpromotoren auf das Innovationsgeschehen feststellte. Eine ähnlich positive Wirkung können Professoren in Forschungs­einrichtungen bei Gründungsaktivitäten leisten. Prozesspromotoren wirken als Mittler bei administrativen und organisatorischen Widerständen und Beziehungspromotoren als Provider von Netzwerken. Ein weiterer Promotorentyp sind so genannte „Technologie-Gatekeeper“.

 

Eine aktuelle Untersuchung der Übertragbarkeit des Promotorenmodells auf Forschungseinrichtungen hat gezeigt, dass es – trotz der grundsätzlich anderen Zielsetzung und Kultur von Hochschulen im Vergleich mit Unternehmen – gute Möglichkeiten des Einsatzes von Promotoren gibt. Stefan hat in ihrer empirischen Un­tersuchung über die Befragung von 16.000 Professoren in Deutschland die Gründungsneigungen Studieren­der und deren Determinanten untersucht und dabei festgestellt, dass Professoren in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle einnehmen. Gründungsunterstützung von Professoren ist nach dieser Untersuchung wir­kungsvoll.

 

Promotoren können Personen in unterschiedlichen Organisationseinheiten miteinander in Beziehung bringen, einen Informationsaustausch initiieren und Arbeitskontakte herstellen. Sie können als Vermittler zwischen Gründern und gründungsrelevanten Drittparteien auftreten und mit aktivem Networking Türen zu Pilotkun­den, zu Kooperationspartnern und zu Unternehmen öffnen. Hilfreich sind Erfahrungen mit Unternehmens­gründungen, Einschätzung von Verwertungsmöglichkeiten, praktische Marktkenntnisse, und ein breites Netzwerk an Kontakten, z.B. zu Wettbewerbern, Zulieferanten und Finanzierungsinstitutionen. Hilfreich ist es auch im Rahmen des PEP-Promotorenprojekts „Support Teams“, die Gründungsfall-spezifisch zusammen­gestellt werden, einzusetzen.

 

Beziehungs- und Prozesspromotoren sollen auch aus dem Kreis der Netzwerkkontakte mit Management- und Branchenerfahrungen, aus erfolgreichen Ausgründern und Gründern, aus Ex-Unternehmern, aus Business Angeln und frühphasenorientierten Managern regionaler Technologieunternehmen und Wirtschafts- und Technologieförderern kommen.

 

Professoren und Personen mit Bereitschaft zum Engagement in Ausgründungen sind zu identifizieren, zu sensibilisieren, zu motivieren und zu trainieren. Damit sollen dann die notwendigen Brücken zwischen den Gründerteams und dem Umfeld geschlagen, effiziente Netzwerke installiert, Know-how aktiviert und gebündelt werden, um die lokalen und regionalen Defizite im technologiebasierten Gründungsgeschehen zu reduzieren.

Aktuelles

Kontakt- und Terminvereinbarung

 

 

PEP Veranstaltungsprogramm 

Juni 2017

 

--

 

27. Juni 2017

START Faculty Club Dinner mit

Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier

 

18:00 - 21:00 Uhr

Hannover (TWINCORE)

 

                                      --

 

 

Für Fragen, Veranstaltungsanmeldungen und Terminvereinbarungen steht Ihnen unsere Projektkoordination gerne zur Verfügung:

 

+49 (0) 2234/955 46-0

info(at)pep-promotoren.de

 

Nutzen Sie auch gerne direkt unser Kontaktformular.